Geschichte der LG Kohlstädt

Dies ist eine Auflistung der Geschehnisse in der Geschichte der Löschgruppe Kohlstädt seit der Gründung 1926.

 

 

1926

Am 06.Februar 1926 trafen sich in der Gaststätte Schiffmann 29 Personen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Kohlstädt. In den Vorstand wurden gewählt: 

Wehrführer: Brandmeister Wilhelm Wulfkuhle
Stellvertreter u. Schriftführer: Heinrich Nagelschneider (Landwirt)
Beisitzer: Heinrich Nagelschneider (Bauunternehmer) und Friedrich Nagel
Zeugmeister: Paul Bödeker

Annahme der bindenden Satzung für Freiwillige Feuerwehren in Lippe.

1927

Teilnahme am Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Haustenbeck.
Parole: "Auf nach Haustenbeck"

Erstmalige Teilnahme am Feuerwehrverbandstag Lippe in Großenmarpe 

1928

43 Feuerwehrmänner werden eingekleidet.
Das 1. Feuerwehrfest findet am 12. August in Kohlstädt statt.
Es wird ein Antrag auf Einbau eines Hydranten in der Nähe des Spritzenhauses an die schon bestehende Wasserleitung gestellt. 

1929

Erstmals gibt es einen Kassenüberschuss von 125,17 Reichsmark.
Folgende Vorschläge, was mit dem vorhandenen Geld geschehen soll, wurden gemacht:
1. Zur Kasse
2. Ein Fass Bier
3. Eine Kiste Zigarren
Der 1.Vorschlag wurde mit 13 zu 12 Stimmen angenommen 

1930

Offizielle Intensivierung des Übungsbetriebes mit 7 Korpsübungen und 4 Abteilungsübungen. 

1932

Der gesamten Vorstandes wird wiedergewählt. Festlegung von Strafgeldern bei Nichtteilnahme an Übungen.

Die 1. Großübung im Beisein von Branddirektor Günter aus Detmold findet unter Einsatz von Motorspritzen aus Detmold und Schlangen statt. Erstmals kommen Feldtelefone in den Einsatz. 

1933

Die Wehren Horn, Schlangen, Oesterholz, Kohlstädt und die Feuerwehrkapelle aus Schlangen feiern ein überörtliches Feuerwehrtreffen in Nassesand. 

1936

Es gibt erste Überlegungen für einen Ausflug mit Damen.
An einem Vortrag über Luftschutzmaßnahmen wird teilgenommen. 

1938

Eine gemeinsame Übungen mit den Wehren Horn und Schlangen wird durchgeführt. 

1939

Es wird beschlossen, den in den Krieg einberufenen Feuerwehrmännern ein Weihnachtspaket zu schicken. 

1940

Anschaffung einer Tragkraftspritze TS 8 (Fabrikat Rosenbauer). 

1941

Erstmals wird die Hitlerjugend zu Feuerwehrübungen einberufen.
Einsätze: 08. Juli Lastzugbrand; 25. Juli Waldbrand am Hohlstein; Werkstättenbrand bei Fritz Ludwig. 

1943 - 1946

Zusammenfassung der Ereignisse (im Protokollbuch) durch Fritz Märtens.

Die TS 8 kommt bei den durch Kampfhandlungen beschädigten Wohnhäusern Heinrich Bockhoff und Fritz Nagelschneider zum Einsatz. 2/3 der Feuerwehrausrüstung geht verloren.

Folgende aktive Feuerwehrmänner kehrten nicht aus dem Krieg zurück:
Adolf Hanselle, Ernst Kanne, Hermann Räker.

Aus der HJ-Feuerwehr kehrten nicht aus dem Krieg zurück: Hans Geise, Ernst Kanne, Willi Geise, Walter Bauerkämper, Heinrich Pahl, Heinrich Bracht, Friedrich Kanne, Karl Geise, Kurt Büker, Heinz Tornede. 

1946

Heinrich Lohmeier wird zum Brandmeister, Fritz Märtens zum Stellvertreter und Schriftführer gewählt und vereidigt. 

1947

Es herrscht bedrohlicher Wassermangel.
Die Wehren Schlangen und Kohlstädt arbeiten zusammen, da nur noch die TS 8 in Kohlstädt einsatzfähig ist.

Einsätze: Bekämpfung eines Waldbrandes und eines Heidebrandes. 

1948

Durch die Währungsreform wird der Kassenbestand von 218,38 Reichsmark in 11,59 DM getauscht. 

1949

Einsätze: Kaminbrand bei Konrad Koch; Großfeuer durch Blitzschlag bei Landwirt Fritz Nagelschneider. 

1951

Das Feuerwehrfest zum 25-jährigen Bestehen der Wehr wird mit einem Wettkampf, den die Kohlstädter gewannen begangen 

1952

Einsätze: 2 Heide- und Waldbrände; 1 Stallbrand bei Wilhelm Märtens am Brocksberg. 

1953

Des erste Feuerwehrfahrzeuges, ein 1,5t Opel Blitz, wird durch Bürgermeister August Grote, Kreisbrandmeister Paul Windt, und Unterkreisbrandmeister Wilhelm Sibille übergeben.

 

1955

Ein neuer Unterkreis Horn-Schlangen wird gebildet, dazu gehören die Wehren Horn, Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz, Veldrom, Leopoldstal und Grevenhagen. 

1957

Die Tragkraftspritze TS 8 ist nur noch bedingt einsatzfähig. 

1958

Einsatz: LKW-Brand vor dem Lebensmittelgeschäft Düssel. 

1959

Ein neuer Fahrzeug- und Geräteraum wird in der Kuhlmeier`schen Scheune eingerichtet.
Auf der Schule wird eine vollautomatische Alarmeinrichtung installiert.

Einsatz: Pfingsten zerstört ein Großbrand die landwirtschaftlichen Stätte Karl Geise. Die TS 8 versagt.

Eine neue Motorspritze der Firma Bachert wird angeschafft. Die neue Motorspritze wird zur Trinkwasserversorgung eingesetzt. 

1960

Einsätze: Einsturz des Dreschschuppens Geise; Brand einer Baubude am Hasselweg; Brand einer Teermisch-Anlage auf dem Kuhlhof.

An der Gauseköte findet eine Katastrophenschutzübung statt (Wasserförderung über weite Wegstrecken). 

1962

Brandmeister Heinrich Lohmeier stirbt; kommissarischer Nachfolger wird Fritz Märtens.

Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Mercedes, Frontlenker, Aufbau Bachert) wird geliefert und übergeben. 

1964

Der erste Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Kohlstädt, Wilhelm Wulfkuhle, stirbt.
Zum neuen Wehrführer wird Brandmeister Karl-Heinz Kanne durch Bürgermeister Pösken ernannt.

Atemschutzgeräte werden beschafft.

Einsätze: Ein Flächenbrand in der "Twiete"; Vermisstensuche; Überschwemmung an der Schule. 

1965

Die Ausbildung wird intensiviert.
Die Wehren Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz werden zu einem Feuerlöschverband zusammengeschlossen.

Einsätze: Hilfe bei der Hochwasserkatastrophe im Raum Paderborn. 

1968

Einsätze: Waldbrand am "Breiten Kopf"; Waldbrand am Kreuzkrug; Ölalarm in der Rosenstrasse. 

1969

Einsätze: Waldbrände am "Hohlstein" und Ruths Fichten am Brocksberg; umgestürzter LKW; Ölbeseitigung. 

1970

Die Freiwillige Feuerwehr Kohlstädt verliert mit Wirkung vom 01.01.1970 ihre Selbständigkeit und wird als Löschgruppe Kohlstädt in der Freiwilligen Feuerwehr Schlangen weitergeführt.

Einsätze: Der Keller bei Landwirt Heinz Geise muss wegen Überflutung ausgepumpt werden. 

1973

Karl-Heinz Kanne wir auf eigenen Wunsch von seiner Verpflichtung als Führer der Löschgruppe entbunden.
Zu seinem Nachfolger wird vom Wehrführer, Manfred Wulfkuhle bestellt. 

1976

Vom 28. bis 30 Mai wird das 50-jährige Jubiläum in Verbindung mit dem 2. Kreisverbandstag der lippischen Feuerwehren durchgeführt.

Einsätze: Großbrand Gehöft Adolf Hanselle, Hornsche Str. 1; Wohnhausbrand Fritz Hanselle, Arminiusstraße.


Die Löschgruppe Kohlstädt unter Leitung von Manfred Wulfkuhle am 06.02.1976 mit ihrem Mercedes LF 8 von Bachert.


Die Ehrenabteilung zum 50 jährigen Jubiläum der Löschgruppe im Februar 1976 

1977

Seit 1977 führt die Löschgruppe in regelmäßigen Abständen mehrtägige Ausflugsfahrten durch. Die erste Fahrt führt zum Bodensee und nach Innsbruck. 

1978

Die Löschgruppe wird zum Einsatz nach Schlangen, zum Großbrand des Gehöftes Bernhard Keiser, alarmiert. 

1980

An die Dorfgemeinschaftshalle (jetzt Strothetalhalle) wird durch die Gemeinde ein neues Gerätehaus angebaut und von der Löschgruppe bezogen.

Einsätze: In der Senne ist ein Flächenbrand entstanden; auch die Löschgruppe Kohlstädt wird alarmiert. Die Feuerwehren erhalten durch die Truppenübungsplatzverwaltung keinen Zutritt zur Brandstelle; Vermisstensuche in der oberen "Rote". 

1981

Von der Gemeinde Schlangen wird die Durchführung von Ferienspielen angeregt. Die Löschgruppe beteiligt sich mit großem Erfolg.
Innerhalb der Gesamtwehr wird die Jugendfeuerwehr gegründet. 

1984

Erste Übernahme aus der Jugendfeuerwehr in die Löschgruppe.

Einsätze: 3 x muss eine Ölspur beseitigt werden; 1 Flächenbrand. 

1985

Einsätze: Großbrände in Schlangen und im Ortsteil Oesterholz durch Brandstiftung; Hilfeleistung bei mehreren Verkehrsunfällen. 

1986

Der 60. Gründungstag wird in Verbindung mit einer Fahrzeugschau auf dem Festplatz am Kuhlhof gefeiert.

Einsätze: Im Gasthof "Zum Felsen" muss der Keller ausgepumpt werden. 

1987

Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Mercedes Unimog mit Ziegler Aufbau) wird in Dienst gestellt.

Einsätze: Hochwasser-Einsatz im Welandsborn und Überflutung der Bundesstrasse 1 (In der Grund); 3 x Beseitigung von Ölspuren.


Entgegennahme der neuen Unimog LF 8 von der Firma Ziegler in Giengen a. d. Brenz im Jahr 1987 

1988

Einsätze: Mehrere durch Eisregen verursachte Einsätze; Verkehrsunfall mit Ölbeseitigung; 1 Zimmerbrand; 1 Kellerbrand. 

1989

Einsätze: Baggerbrand im "Vortel"; Planierraupenbrand auf der Baustelle der Umgehungsstrasse B1; lange Ölspur von der Fürstenallee bis zur B1. 

1990

Einsätze: Befreiung einer eingeklemmten Person nach Verkehrsunfall; mehrere Ölspurbeseitigungen. 

1991

Einsätze: Verkehrsunfall und LKW-Brand in der Ortschaft. 

1992

Der Kameradschafts- und Fördervereins der Feuerwehr-Löschgruppe Kohlstädt wird gegründet.

Einsätze: Bauholzbrand am Sommerberg; Fahrzeugbrand am Weinberg; LKW-Brand auf der Egge; Verkehrsunfall am Bärental. 

1994

Einsätze: Öleinsätze; Wasserschäden nach Gewitter; Wohnhausbrand am Maiweg; PKW-Brand am Bärental nach Unfall. 

1995

Die Mitglieder der Löschgruppe erklären sich bereit, ein neues Feuerwehrgerätehaus in Eigenleistung zu errichten.

Einsätze: Schuppenbrand Fritz Geise; Sturmschaden-Beseitigung auf der Egge; Auspumpen von Kellern in Schlangen. 

1996

Einsätze: PKW-Brand auf der Egge; Ölspurbeseitigung; Zimmerbrand Hornsche Str. bei Werner Struck. 

23.10.1996

Baubeginn für ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte. 

1997

Es wird Feuerschutzkleidung beschafft, die der EU-Norm entspricht.

Einsätze: Zimmerbrand Hornsche Str. 42. 

14.02.1997

Richtfest des neuen Feuerwehrgerätehauses. 

1998

Im Herbst wird das Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Der vorweihnachtliche Klönnachmittag der Alters- und Ehrenabteilung der Gesamtwehr findet erstmals in Kohlstädt statt.
4 Tage vor Weihnachten übergibt Bürgermeister Heuwinkel der Löschgruppe ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 24 (Fabrikat MAN, Aufbau Ziegler, 1.600 l Wasservorrat, Schnellangriffseinrichtung, Drehstromgenerator, Seilzugwinde und Lichtmast).

Einsätze: 2 x Hochwasser in Horn; Befreiung einer eingeklemmten Person im Heizungskeller; Fahrbahnverunreinigung durch auslaufendes Bitum; mehrere Ölspureinsätze. 

1999

Ein Mannschaftstransportfahrzeuges (VW-Buli) mit Anhänger für Öleinsätze wird übergeben. Das LF 8 (Unimog) erhält der Löschzug Schlangen.
15 Kameraden der Löschgruppe wirken bei Filmaufnahme zu "Die Einsamkeit der Krokodile" als Komparsen mit. Drehort ist die Gemeinde Eversen im Kreis Höxter.

Einsätze: Von der Fahrbahn der B1 abgekommener und umgestürzter Späne-LKW; Gartenhausbrand Hornsche Str.; Vermisstensuche Altenheim Oesterholz; Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person am Weinberg; Brandeinsatz in der ehemaligen Volksschule in Oesterholz; diverse Öleinsätze. 

2000

Nach der Dorfweihnachtsfeier verkauft die Löschgruppe am Weihnachtsbaum vor dem Feuerwehrgerätehaus Glühwein und spendet den Erlös für MuKi 2000 (Mutter-Kind-Station am Kinderkrankenhaus in Detmold).

Die Alters- und Ehrenabteilung trifft sich 1 x monatlich mit Fördermitgliedern im Feuerwehrhaus zum Klönen, ebenso die Ehefrauen der Feuerwehrmitglieder.

Die Stärke der Löschgruppe beträgt 22 aktive Kameraden, 16 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, sowie 36 Fördermitglieder.

Einsätze: In einer Nacht ereignen sich mehrere Verkehrsunfälle auf einsglatter Strasse (B1 neu), 8 Personen werden schwerverletzt; Brand eines Autotransporters mit Beladung auf der Egge; Schwäne auf der B1; Wohnungsbrand in Schlangen; Brand einer Feldscheune in Schlangen. 

2001

Am 06.Februar feiern die aktiven Mitglieder und die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung das 75-jährige Jubiläum der Löschgruppe, gemeinsam mit ihren Ehefrauen und Partnerinnen. Als Gast erscheint zu späterer Stunde Landrat Friedel Heuwinkel mit einem kleinen Präsent.

Einsätze: Am 13 März Großeinsatz beim Dachstuhlbrand am Grundschulneubau in Schlangen.


Die Mitglieder der Ehrenabteilung, Jugendfeuerwehr und der Löschgruppe zum 75 jährigen bestehen im Februar 2001. 

2002

Am 23.09. wird nach Anhörung der Löschgruppe durch den Gemeindebrandinspektor Michael Müller, der BI Kai Wulfkuhle zum Löschgruppenführer ernannt. UBM Matthias Bartsch wird sein Stellvertreter.

Fahrt der Feuerwehr nach Reit im Winkel. Am 1.06. Gokart Fahren in Büren.

Die Löschgruppe nimmt an den Feierlichkeiten zum 75 jährigen Bestehen der Löschgruppe Feldrom teil.
Teilnahme der Löschgruppe am Gemeindebrandmeisterpokal.

Einsätze: Am 1.03. VU mit eingeklemmter Person auf der B1. Nachbarschaftliche Löschhilfe am 24.03,04.04. und 23.08 in Bad Lippspringe, Kaminbrand in Schlangen, GSG Einsatz in Kohlstädt. 

2003

Die Löschgruppe nimmt am 50 jährigen Jubiläum der LG Hagendorn (Kreis Höxter) teil.
Es wird eine Himmelfahrtswanderung durchgeführt.
Des Weiteren findet der Gemeindebrandmeisterpokal sowie der Familiennachmittag der Feuerwehr Schlangen im und um das Gerätehaus Kohlstädt statt.
Im Juli ist der Kindergarten Kohlstädt zu Besuch bei der Feuerwehr.
BI Kai Wulfkuhle legt das Amt des Löschgruppenführers nieder. Der stellv. Gemeindebrandinspektor Ralf Heuwinkel übernimmt kommissarisch sein Amt.
Einsätze: In der ersten Jahreshälfte sind mehrere Flächenbrände und ein Zimmerbrand zu bekämpfen. Am 12. Juli wird die Löschgruppe zu einer Tierrettung in die Senne gerufen, 28. Oktober Explosion in einem Wohnhaus. 

2004

Am 02.02 findet die Anhörung der Löschgruppe bezüglich eines neuen Löschgruppenführers statt.
BM Matthias Bartsch wird mit Wirkung vom 01.03. zum Löschgruppenführer ernannt. UBM Dirk Richts wird sein Stellvertreter.

Die Löschgruppe nimmt an mehreren Großübungen teil.
Teilnahme der Löschgruppe am 100jährigen Jahrestag des Brandunglücks in Schlangen.
Vom 10.-13 Juni unternimmt die Löschgruppe eine Fahrt in den Böhmer Wald.
Beteiligung der Löschgruppe am Gemeindebrandmeisterpokal diesmal in Oesterholz.
Tag der offenen Tür im und um das Gerätehaus.

Einsätze: Ölbeseitigung nach LKW VU auf der B 1.; 06.12. Wohnhausbrand in Schlangen.